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Inkontinenz

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Inkontinenzarten

Von Inkontinenz wird gesprochen, wenn der Harn oder Stuhl nicht mehr gehalten werden kann und unkontrolliert den Körper verlässt. Dabei wird zwischen Harn- und Stuhlinkontinenz unterschieden. Im Allgemeinen wird Inkontinenz auch Blasenschwäche genannt. Offiziell leiden rund 9 Millionen Menschen in Deutschland alleine an einer Inkontinenz. Viele Betroffene verschweigen ihre Inkontinenz, da sie sich dafür schämen und denken es gäbe keine Heilungsmöglichkeiten. Dementsprechend kann die Dunkelziffer an Inkontinenz erkrankten Menschen viel höher liegen. Anhand der gemeldeten Zahlen leiden die meisten Menschen in Deutschland an einer Belastungsinkontinenz. Die untenstehende Grafik zeigt, dass der Anteil der Personen, die an einer Dranginkontinenz oder Mischinkontinenz leiden vom Geschlecht abhängig ist. So leiden knapp 30 Prozent der Frauen an einer Dranginkontinenz und rund 22% an einer Mischinkontinenz. Bei den Männern hingegen ist der Anteil, der an einer Dranginkontinenz leidet geringer. Gerade einmal 12% aller Männer, die inkontinent sind, leiden an einer Dranginkontinenz wohingegen rund knapp 40% an einer Mischinkontinenz leiden.

 inkontinenz-verteilung-frau-mann

Ursachen einer Blasenschwäche

Es gibt unterschiedliche Ursachen, die zu einer Inkontinenz führen. Das Risiko an Inkontinenz zu leiden erhöht sich mit zunehmendem Alter. Zu den häufigsten Ursachen zählen unter anderem:

  1. Störung der Harnmuskulatur, der Schließmuskulatur oder Beckenbodenmuskulatur
  2. Harnsteine
  3. Vergrößerte Prostata
  4. Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Alzheimer

Arten der Inkontinenz

Prinzipiell wird bei der Inkontinenz zwischen der Harninkontinenz und Stuhlinkontinenz unterschieden. Personen, die unter einer Harninkontinenz leiden, verlieren unkontrolliert Urin. Unter Stuhlinkontinenz versteht man stattdessen den unkontrollierten Stuhlverlust.

Zu der Harninkontinenz gehören unter anderem

  • die Belastungsinkontinenz (früher Stressinkontinenz),
  • die Dranginkontinenz,
  • die Reflexinkontinenz,
  • die Überlaufinkontinenz,
  • die Extraurethrale Inkontinenz,
  • die Mischinkontinenz und
  • Enuresis.

Ist Inkontinenz heilbar?

Auch wenn viele Menschen es nicht wissen, aber wer an Inkontinenz leidet, ist der Erkrankung nicht hilflos ausgesetzt. Bei vielen Arten der Erkrankung gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten, die die Inkontinenz verbessern oder gar vermeiden können. Die Therapie muss dabei immer individuell in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Die Therapiemöglichkeiten von Harn- und Stuhlinkontinenz sind dabei ähnlich. Zu den Möglichkeiten der Inkontinenz Therapie gehören unter anderem:

  • Beckenbodentraining
  • Biofeedbacktraining
  • Elektrotherapie
  • Toilettentraining
  • Hormonbehandlung
  • Medikamente
  • Operation

Inkontinenz Hilfsmittel

Neben den diversen Therapiemöglichkeiten stehen eine Vielzahl an Inkontinenz Hilfsmittel zur Verfügung. Die Inkontinenzprodukte helfen das Leben mit Inkontinenz zu verbessern und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Neben der Verbesserung des Alltags führt Inkontinenz auch zu einer Rückgewinnung der Mobilität, denn der Betroffene fühlt sich durch das Tragen diverser Inkontinenzprodukte sicher. Generell bieten Inkontinenzprodukte den Vorteil, dass diese sehr diskret und bequem in der Anwendung sind. Normalerweise sind Inkontinenzartikel leicht zu wechseln, verleihen ein trockenes Tragegefühl und verhindern Geruchsbildung.

Es wird zwischen aufsaugenden und ableitenden Inkontinenzprodukten unterschieden. Weiterhin gibt es verschiedene Inkontinenzprodukte, die speziell für Männer oder Frauen entwickelt worden sind. Prinzipiell sollten Inkontinenz Hilfsmittel folgende Anforderungen erfüllen:

  • Sollten nicht rutschen
  • Auf Hautverträglichkeit achten
  • Einfach Handzuhaben
  • Gerüche einschließen

Je nach Form der Inkontinenz liegen Unterschiede bei den Hilfsmitteln vor. Im Gegensatz zu der Harninkontinenz benötigen Personen, die an einer Stuhlinkontinenz leiden, andere Inkontinenzprodukte. Produkte für Stuhlinkontinenz sind meist größer. Zudem sind diese Produkte meist umschließende Systeme.

Aufsaugende Inkontinenzprodukte

Zu den aufsaugenden Hilfsmitteln gehören die Inkontinenzhosen, Windeln oder Inkontinenzeinlagen. Inkontinenzhosen unterteilt man weiterhin in Slips und Pants. Der Aufbau aller aufsaugenden Inkontinenzartikel ist gleich. Die körperabgewandte Seite schützt die Kleidung des Tragenden vor Verschmutzungen. Die andere Seite besteht aus einem weichen Oberflächenvlies, welches den Harn zum Absorber leitet. Dieser kann ein Vielfaches seines Eigengewichtes aufnehmen. Er wandelt den Urin in Gel um und verhindert so die Geruchsbildung.

Genau das ist der Unterschied zwischen einer Damenbinde und einer Inkontinenzeinlage. Eine Damenbinde verhindert die Geruchsbildung nicht und ist nur für eine kleine Menge an Flüssigkeit geeignet. Dementsprechend kann und sollte ein Damenslip nicht als Inkontinenzartikel genutzt werden.

Inkontinenzslip

Ein Inkontinenzslip ist im Prinzip eine Unterhose mit einer integrierten Saugauflage. Ein Inkontinenzslip kann wie eine Unterhose angezogen werden. Ähnlich wie herkömmliche Unterwäsche sind Inkontinenzslip waschbar und können so mehrfach verwendet werden.

Inkontinenzeinlagen

Im Gegensatz dazu sind Inkontinenzeinlagen Produkte, die mittels eines Klebestreifens an der Unterhose fixiert werden. Meistens ist das Saugvolumen von Inkontinenzeinlagen begrenzt. Daher empfehlen sich Inkontinenzeinlagen eher bei einer schwachen Inkontinenz. Die Einlagen sind jeweils an das Geschlecht angepasst.

Windelhosen

Windelhosen sind ebenfalls ein aufsaugendes Inkontinenzprodukt. Sie sind insbesondere für bettlägerige Personen oder Menschen mit Demenz geeignet. Anders als die Inkontinenzeinlagen sind Windelhosen sehr saugfähig. Auch bieten Windelhosen gerade nachts einen ausreichenden Schutz. Für Männer gibt es hier speziell angepasste Inkontinenzprodukte. Windelhosen werden, wie die Inkontinenzslips, als Ersatz für die eigentliche Unterwäsche getragen.

Urinflaschen

Gerade im Bett kann es nützlich sein eine Urinflasche, bzw. eine Urinente, stehen zu haben. In dieser können Patienten nachts urinieren ohne dabei das Bett zu verlassen. Wichtig ist, das Bett zusätzlich mit einer Bettschutzeinlage zu schützen. Urinflaschen können auch unterwegs eingesetzt werden, um den Harndrang zu stillen. Eine Urinflasche ist sehr klein und passt dadurch in viele Taschen. Die Reinigung der Urinflasche sollte stets mit dem Entleeren der Flasche geschehen. Neben dem Ausspülen mit warmen Wasser gibt es spezielle Reinigungsmittel. Um eine Geruchsbildung zu vermeiden, sollte die Urinflasche nach dem Waschen gut trocken. Es gibt extra Urinflaschen für Frauen und Urinflaschen für Männer.

Bettschutzeinlagen

Eine aufsaugende Bettschutzeinlage verhindert das Verschmutzen einer Matratze durch Inkontinenz, Essen oder Erbrochenem. Es gibt wasserdichte Betteinlagen, die einmalig verwendbar sind oder Bettschutzeinlagen, die waschbar sind. Um einen Bettschutz mehrfach verwenden zu können, sollte dieser dafür geeignet sein. Nach Benutzung können Sie den Bettschutz bei Bedarf einfach in die Waschmaschine stecken. Der Vorteil der Bettschutzeinlagen ist, dass man diese im Zweifelsfall schnell wechseln kann. Neben den Bettunterlagen für Inkontinenz können auch Inkontinenz Bettlaken zusätzlich eingesetzt werden

Ableitende Inkontinenzprodukte

Ableitende Inkontinenzprodukte werden meist bei Patienten eingesetzt, die keine Kontrolle über den Harndrang und Harnabgabe mehr haben. Zudem sind bei diesen Patienten die aufsaugenden Inkontinenzprodukte nicht mehr ausreichend. Die häufigste Methode ist die Nutzung eines Katheters. Mit einem Katheter kann der Harn direkt in eine Urinflasche oder einen Urinbeutel fließen. Der Urinbeutel kann am Oberschenkel oder an der Hüfte für mindestens 24 Stunden angebracht werden.

Inkontinenzprodukte für Männer

Je nach Schwere der Inkontinenz, existieren bei den Inkontinenzprodukten für Männer Unterschiede. Bei einer leichten Inkontinenz können Penisbändchen eingesetzt werden. Dieses wird mit einem Klettband befestigt und übt mit einer Blase Druck auf die Harnröhre aus. Bei einer schweren Inkontinenz kann eine Penisklemme helfen. Diese verhindern den Harnverlust ohne dabei die Durchblutung zu stören.

Inkontinenzprodukte für Frauen

Ähnlich wie bei den Periodenprodukten können Frauen mit einem Inkontinenztampon Abhilfe schaffen. Dieser wird ähnlich eingeführt. Auch können Frauen mit einer Ringpessare helfen. Dieser liegt unter dem Blasenhals und stützt die Blase. Man kann einen Ringpessare knapp einen Monat lang tragen.

Krankenkasse Kostenübernahme

Krankenkassen können unter Umständen ein Teil der Kosten für Inkontinenzprodukte übernehmen. Um eine Unterstützung von der Krankenkasse zu erhalten, muss ein Arzt aufgesucht werden, der einem ein Attest ausstellt. Auf diesem müssen folgende Punkte geklärt sein:

  • Diagnose mit Eingrenzung der Fallgruppe
  • Erläuterung, ob Inkontinenz in Folge einer OP oder einer Krankheit vorliegt
  • Monatlicher Bedarf an Inkontinenzprodukten
  • Art der Inkontinenzprodukte. Diese müssen im Hilfsmittelverzeichnis und Hilfsmittelkatalog verzeichnet sein
  • Medizinische Notwendigkeit der Produkt

Unter Umständen braucht Ihre Krankenkasse noch andere Informationen. Bevor Sie einen Antrag auf Kostenübernahme einreichen, sollten Sie klären welche Information die Krankenkasse benötigt.

Tipps bei Inkontinenz

Neben dem Kennen der Ursache und dem Bekämpfen der Blasenschwäche mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten sollten gerade Personen, die unter einer Harninkontinenz leiden, ausreichend trinken. Betroffene tendieren dazu zu wenig zu trinken, um einen unkontrollierten Abfluss zu vermeiden. Zu wenig Wasser ist neben den bekannten Nebenwirkungen gerade bei Inkontinenz schädlich. Denn bei einer zu geringen Wasserzufuhr konzentriert sich der Harn stärker auf die Blase, was den Harndrang verstärkt und die Schleimhaut reizt. Auch werden die Harnleiter und Harnröhre schlechter durchgespült, wodurch sich Bakterien leichter anheften und eine Infektion auslösen können.

Ein großes Problem bei Inkontinenz ist, dass es als Tabuthema gilt. Viele Betroffene haben Angst, dass es in der Öffentlichkeit zu einem Malheur kommt und meiden daher die Öffentlichkeit. Die soziale Isolation ist die Folge, was wiederum zu einer psychischen Belastung führen kann. Um die soziale Isolation zu vermeiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt offen über Ihre Inkontinenz sprechen.

Ein weiterer Tipp ist in angemessenen Abständen die Toilette zu besuchen. Ein zu häufiger oder zu seltener Gang ist schädlich und steigert das Harnweginfektionsrisiko. Zudem gewöhnt sich die Blase daran, zu selten oder zu häufig entleert zu werden. So können Funktionsstörungen riskiert werden.

Auch sollte der Patient bei Übergewicht versuchen dieses zu reduzieren. Abgesehen davon, dass Übergewicht ein Risikofaktor für Inkontinenz sein kann, fördert das Gewicht den Druck in der Bauchhöhle.

Inkontinenzarten Von Inkontinenz wird gesprochen, wenn der Harn oder Stuhl nicht mehr gehalten werden kann und unkontrolliert den Körper verlässt. Dabei wird zwischen Harn- und Stuhlinkontinenz... mehr erfahren »
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Inkontinenz

Inkontinenzarten

Von Inkontinenz wird gesprochen, wenn der Harn oder Stuhl nicht mehr gehalten werden kann und unkontrolliert den Körper verlässt. Dabei wird zwischen Harn- und Stuhlinkontinenz unterschieden. Im Allgemeinen wird Inkontinenz auch Blasenschwäche genannt. Offiziell leiden rund 9 Millionen Menschen in Deutschland alleine an einer Inkontinenz. Viele Betroffene verschweigen ihre Inkontinenz, da sie sich dafür schämen und denken es gäbe keine Heilungsmöglichkeiten. Dementsprechend kann die Dunkelziffer an Inkontinenz erkrankten Menschen viel höher liegen. Anhand der gemeldeten Zahlen leiden die meisten Menschen in Deutschland an einer Belastungsinkontinenz. Die untenstehende Grafik zeigt, dass der Anteil der Personen, die an einer Dranginkontinenz oder Mischinkontinenz leiden vom Geschlecht abhängig ist. So leiden knapp 30 Prozent der Frauen an einer Dranginkontinenz und rund 22% an einer Mischinkontinenz. Bei den Männern hingegen ist der Anteil, der an einer Dranginkontinenz leidet geringer. Gerade einmal 12% aller Männer, die inkontinent sind, leiden an einer Dranginkontinenz wohingegen rund knapp 40% an einer Mischinkontinenz leiden.

 inkontinenz-verteilung-frau-mann

Ursachen einer Blasenschwäche

Es gibt unterschiedliche Ursachen, die zu einer Inkontinenz führen. Das Risiko an Inkontinenz zu leiden erhöht sich mit zunehmendem Alter. Zu den häufigsten Ursachen zählen unter anderem:

  1. Störung der Harnmuskulatur, der Schließmuskulatur oder Beckenbodenmuskulatur
  2. Harnsteine
  3. Vergrößerte Prostata
  4. Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Alzheimer

Arten der Inkontinenz

Prinzipiell wird bei der Inkontinenz zwischen der Harninkontinenz und Stuhlinkontinenz unterschieden. Personen, die unter einer Harninkontinenz leiden, verlieren unkontrolliert Urin. Unter Stuhlinkontinenz versteht man stattdessen den unkontrollierten Stuhlverlust.

Zu der Harninkontinenz gehören unter anderem

  • die Belastungsinkontinenz (früher Stressinkontinenz),
  • die Dranginkontinenz,
  • die Reflexinkontinenz,
  • die Überlaufinkontinenz,
  • die Extraurethrale Inkontinenz,
  • die Mischinkontinenz und
  • Enuresis.

Ist Inkontinenz heilbar?

Auch wenn viele Menschen es nicht wissen, aber wer an Inkontinenz leidet, ist der Erkrankung nicht hilflos ausgesetzt. Bei vielen Arten der Erkrankung gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten, die die Inkontinenz verbessern oder gar vermeiden können. Die Therapie muss dabei immer individuell in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Die Therapiemöglichkeiten von Harn- und Stuhlinkontinenz sind dabei ähnlich. Zu den Möglichkeiten der Inkontinenz Therapie gehören unter anderem:

  • Beckenbodentraining
  • Biofeedbacktraining
  • Elektrotherapie
  • Toilettentraining
  • Hormonbehandlung
  • Medikamente
  • Operation

Inkontinenz Hilfsmittel

Neben den diversen Therapiemöglichkeiten stehen eine Vielzahl an Inkontinenz Hilfsmittel zur Verfügung. Die Inkontinenzprodukte helfen das Leben mit Inkontinenz zu verbessern und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Neben der Verbesserung des Alltags führt Inkontinenz auch zu einer Rückgewinnung der Mobilität, denn der Betroffene fühlt sich durch das Tragen diverser Inkontinenzprodukte sicher. Generell bieten Inkontinenzprodukte den Vorteil, dass diese sehr diskret und bequem in der Anwendung sind. Normalerweise sind Inkontinenzartikel leicht zu wechseln, verleihen ein trockenes Tragegefühl und verhindern Geruchsbildung.

Es wird zwischen aufsaugenden und ableitenden Inkontinenzprodukten unterschieden. Weiterhin gibt es verschiedene Inkontinenzprodukte, die speziell für Männer oder Frauen entwickelt worden sind. Prinzipiell sollten Inkontinenz Hilfsmittel folgende Anforderungen erfüllen:

  • Sollten nicht rutschen
  • Auf Hautverträglichkeit achten
  • Einfach Handzuhaben
  • Gerüche einschließen

Je nach Form der Inkontinenz liegen Unterschiede bei den Hilfsmitteln vor. Im Gegensatz zu der Harninkontinenz benötigen Personen, die an einer Stuhlinkontinenz leiden, andere Inkontinenzprodukte. Produkte für Stuhlinkontinenz sind meist größer. Zudem sind diese Produkte meist umschließende Systeme.

Aufsaugende Inkontinenzprodukte

Zu den aufsaugenden Hilfsmitteln gehören die Inkontinenzhosen, Windeln oder Inkontinenzeinlagen. Inkontinenzhosen unterteilt man weiterhin in Slips und Pants. Der Aufbau aller aufsaugenden Inkontinenzartikel ist gleich. Die körperabgewandte Seite schützt die Kleidung des Tragenden vor Verschmutzungen. Die andere Seite besteht aus einem weichen Oberflächenvlies, welches den Harn zum Absorber leitet. Dieser kann ein Vielfaches seines Eigengewichtes aufnehmen. Er wandelt den Urin in Gel um und verhindert so die Geruchsbildung.

Genau das ist der Unterschied zwischen einer Damenbinde und einer Inkontinenzeinlage. Eine Damenbinde verhindert die Geruchsbildung nicht und ist nur für eine kleine Menge an Flüssigkeit geeignet. Dementsprechend kann und sollte ein Damenslip nicht als Inkontinenzartikel genutzt werden.

Inkontinenzslip

Ein Inkontinenzslip ist im Prinzip eine Unterhose mit einer integrierten Saugauflage. Ein Inkontinenzslip kann wie eine Unterhose angezogen werden. Ähnlich wie herkömmliche Unterwäsche sind Inkontinenzslip waschbar und können so mehrfach verwendet werden.

Inkontinenzeinlagen

Im Gegensatz dazu sind Inkontinenzeinlagen Produkte, die mittels eines Klebestreifens an der Unterhose fixiert werden. Meistens ist das Saugvolumen von Inkontinenzeinlagen begrenzt. Daher empfehlen sich Inkontinenzeinlagen eher bei einer schwachen Inkontinenz. Die Einlagen sind jeweils an das Geschlecht angepasst.

Windelhosen

Windelhosen sind ebenfalls ein aufsaugendes Inkontinenzprodukt. Sie sind insbesondere für bettlägerige Personen oder Menschen mit Demenz geeignet. Anders als die Inkontinenzeinlagen sind Windelhosen sehr saugfähig. Auch bieten Windelhosen gerade nachts einen ausreichenden Schutz. Für Männer gibt es hier speziell angepasste Inkontinenzprodukte. Windelhosen werden, wie die Inkontinenzslips, als Ersatz für die eigentliche Unterwäsche getragen.

Urinflaschen

Gerade im Bett kann es nützlich sein eine Urinflasche, bzw. eine Urinente, stehen zu haben. In dieser können Patienten nachts urinieren ohne dabei das Bett zu verlassen. Wichtig ist, das Bett zusätzlich mit einer Bettschutzeinlage zu schützen. Urinflaschen können auch unterwegs eingesetzt werden, um den Harndrang zu stillen. Eine Urinflasche ist sehr klein und passt dadurch in viele Taschen. Die Reinigung der Urinflasche sollte stets mit dem Entleeren der Flasche geschehen. Neben dem Ausspülen mit warmen Wasser gibt es spezielle Reinigungsmittel. Um eine Geruchsbildung zu vermeiden, sollte die Urinflasche nach dem Waschen gut trocken. Es gibt extra Urinflaschen für Frauen und Urinflaschen für Männer.

Bettschutzeinlagen

Eine aufsaugende Bettschutzeinlage verhindert das Verschmutzen einer Matratze durch Inkontinenz, Essen oder Erbrochenem. Es gibt wasserdichte Betteinlagen, die einmalig verwendbar sind oder Bettschutzeinlagen, die waschbar sind. Um einen Bettschutz mehrfach verwenden zu können, sollte dieser dafür geeignet sein. Nach Benutzung können Sie den Bettschutz bei Bedarf einfach in die Waschmaschine stecken. Der Vorteil der Bettschutzeinlagen ist, dass man diese im Zweifelsfall schnell wechseln kann. Neben den Bettunterlagen für Inkontinenz können auch Inkontinenz Bettlaken zusätzlich eingesetzt werden

Ableitende Inkontinenzprodukte

Ableitende Inkontinenzprodukte werden meist bei Patienten eingesetzt, die keine Kontrolle über den Harndrang und Harnabgabe mehr haben. Zudem sind bei diesen Patienten die aufsaugenden Inkontinenzprodukte nicht mehr ausreichend. Die häufigste Methode ist die Nutzung eines Katheters. Mit einem Katheter kann der Harn direkt in eine Urinflasche oder einen Urinbeutel fließen. Der Urinbeutel kann am Oberschenkel oder an der Hüfte für mindestens 24 Stunden angebracht werden.

Inkontinenzprodukte für Männer

Je nach Schwere der Inkontinenz, existieren bei den Inkontinenzprodukten für Männer Unterschiede. Bei einer leichten Inkontinenz können Penisbändchen eingesetzt werden. Dieses wird mit einem Klettband befestigt und übt mit einer Blase Druck auf die Harnröhre aus. Bei einer schweren Inkontinenz kann eine Penisklemme helfen. Diese verhindern den Harnverlust ohne dabei die Durchblutung zu stören.

Inkontinenzprodukte für Frauen

Ähnlich wie bei den Periodenprodukten können Frauen mit einem Inkontinenztampon Abhilfe schaffen. Dieser wird ähnlich eingeführt. Auch können Frauen mit einer Ringpessare helfen. Dieser liegt unter dem Blasenhals und stützt die Blase. Man kann einen Ringpessare knapp einen Monat lang tragen.

Krankenkasse Kostenübernahme

Krankenkassen können unter Umständen ein Teil der Kosten für Inkontinenzprodukte übernehmen. Um eine Unterstützung von der Krankenkasse zu erhalten, muss ein Arzt aufgesucht werden, der einem ein Attest ausstellt. Auf diesem müssen folgende Punkte geklärt sein:

  • Diagnose mit Eingrenzung der Fallgruppe
  • Erläuterung, ob Inkontinenz in Folge einer OP oder einer Krankheit vorliegt
  • Monatlicher Bedarf an Inkontinenzprodukten
  • Art der Inkontinenzprodukte. Diese müssen im Hilfsmittelverzeichnis und Hilfsmittelkatalog verzeichnet sein
  • Medizinische Notwendigkeit der Produkt

Unter Umständen braucht Ihre Krankenkasse noch andere Informationen. Bevor Sie einen Antrag auf Kostenübernahme einreichen, sollten Sie klären welche Information die Krankenkasse benötigt.

Tipps bei Inkontinenz

Neben dem Kennen der Ursache und dem Bekämpfen der Blasenschwäche mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten sollten gerade Personen, die unter einer Harninkontinenz leiden, ausreichend trinken. Betroffene tendieren dazu zu wenig zu trinken, um einen unkontrollierten Abfluss zu vermeiden. Zu wenig Wasser ist neben den bekannten Nebenwirkungen gerade bei Inkontinenz schädlich. Denn bei einer zu geringen Wasserzufuhr konzentriert sich der Harn stärker auf die Blase, was den Harndrang verstärkt und die Schleimhaut reizt. Auch werden die Harnleiter und Harnröhre schlechter durchgespült, wodurch sich Bakterien leichter anheften und eine Infektion auslösen können.

Ein großes Problem bei Inkontinenz ist, dass es als Tabuthema gilt. Viele Betroffene haben Angst, dass es in der Öffentlichkeit zu einem Malheur kommt und meiden daher die Öffentlichkeit. Die soziale Isolation ist die Folge, was wiederum zu einer psychischen Belastung führen kann. Um die soziale Isolation zu vermeiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt offen über Ihre Inkontinenz sprechen.

Ein weiterer Tipp ist in angemessenen Abständen die Toilette zu besuchen. Ein zu häufiger oder zu seltener Gang ist schädlich und steigert das Harnweginfektionsrisiko. Zudem gewöhnt sich die Blase daran, zu selten oder zu häufig entleert zu werden. So können Funktionsstörungen riskiert werden.

Auch sollte der Patient bei Übergewicht versuchen dieses zu reduzieren. Abgesehen davon, dass Übergewicht ein Risikofaktor für Inkontinenz sein kann, fördert das Gewicht den Druck in der Bauchhöhle.