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Verhinderungspflege

Das Pflegen von Angehörigen wie zum Beispiel von den eigenen Eltern, den Schwiegereltern oder anderen Familienangehörigen gehört für viele von Ihnen zum Alltag. Damit leisten Sie in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Pflegesituation. Durch Ihren Einsatz ist es möglich, dass ein großer Teil der Pflegebedürftigen zu Hause oder in einem häuslichen Umfeld betreut werden kann. Doch was passiert, wenn Sie einmal vorübergehend nicht in der Lage sind, sich um Ihre Liebsten zu kümmern und die notwendige Pflege durchzuführen? Wer übernimmt die Pflege, wenn Sie mal beruflich oder privat verhindert sind, in den Urlaub fahren möchten oder sich aus gesundheitlichen Problemen nicht um die Pflege kümmern können?

Verhinderungspflege – Was ist das?
Mit Hilfe der Verhinderungspflege gelingt es, die Pflege des Angehörigen für den betroffenen Zeitraum zu organisieren. Jeder andere Angehörige, Freunde oder auch Nachbarn können die notwendige Versorgung ersatzweise leisten. Es kann aber auch der Pflegedienst eingebunden werden. Es gibt auch die Möglichkeit der teil- oder vollstationären Verhinderungspflege, bei der der Pflegebedürftige bzw. Ihr Angehöriger für den Zeitraum, den Sie überbrücken müssen, in einem Pflegeheim versorgt wird.

Stundenweise Verhinderungspflege
Die Verhinderungspflege kann stundenweise in Anspruch genommen werden (weniger als acht Stunden) oder auch für einen oder mehrere aufeinanderfolgende ganze Tage (mindestens acht Abwesenheitsstunden der Pflegeperson). Der Gesamtanspruch der Verhinderungspflege beträgt dabei maximal 42 Kalendertage pro Jahr.

Voraussetzungen für die Verhinderungspflege
Die Verhinderungspflege kann der Pflegebedürftige selbst oder sein Bevollmächtigter beantragen. Dabei ist es unerheblich, ob der Pflegebedürftige in einer eigenen Wohnung oder bei Ihnen lebt. Ein Anspruch auf Verhinderungspflege besteht auch dann, wenn ein ambulanter Pflegedienst zur Unterstützung der Pflege ins Haus kommt und Sie als Angehöriger darüber hinaus die tägliche Versorgung organisieren und durchführen. Für das Beantragen von Verhinderungspflege gelten zusätzlich folgende Voraussetzungen:

  • Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (kurz: MDK) hat Ihrem Angehörigen Pflegegrad 2 oder höher bescheinigt.
  • Der Pflegegrad 2-5 besteht seit mindestens 6 Monaten.
  • Ihr Angehöriger wurde mindestens 6 Monate im häuslichen Umfeld gepflegt (keine vollstationäre Unterbringung in einem Pflegeheim).

Verhinderungspflege beantragen
Der Antrag für Verhinderungspflege muss bei der Pflegekasse gestellt werden. Dies geschieht durch einen schriftlichen Antrag oder übersichtliche Onlineformulare der Kassen, die schnell ausgefüllt und eingereicht werden können.

Der Antrag sollte nachfolgende Informationen umfassen:

  • Name des Pflegebedürftigen
  • Geburtsdatum des Pflegebedürftigen
  • Versichertennummer
  • Name und Anschrift der Person oder des ambulanten Pflegedienstes, die die Pflege ersatzweise übernehmen soll
  • Dauer und Grund für die Verhinderung der eigentlichen Pflegeperson (beispielsweise wegen Erkrankung, eines Erholungsurlaubs oder sonstiger Gründe)
  • Übernimmt eine Privatperson die Verhinderungspflege, möchte die Pflegekasse wissen, ob diese Person mit dem Pflegebedürftigen verwandt oder verschwägert ist und ob die Ersatzperson in häuslicher Gemeinschaft mit dem Pflegebedürftigen wohnt.

Verhinderungspflegegeld
Die Pflegekasse übernimmt bis zu 1.612€ pro Jahr für die Verhinderungspflege. Falls bis zum Antragsdatum keine Leistungen für Kurzzeitpflege in Anspruch genommen wurden, können gegebenenfalls anteilige Ansprüche hinzugenommen werden (maximal zusätzliche 806 Euro). Dies ergibt einen Gesamtbetrag von maximal 2.418 Euro pro Kalenderjahr.

Für im Haushalt lebende Personen oder Verwandte und verschwägerte Pflegepersonen bis zum Verwandtschaftsgrad 2 werden allerdings nur tatsächlich für die Pflege benötigte, nachgewiesene Kosten in Höhe des Pflegegeldes des jeweiligen Pflegegrades erstattet. Bei Verhinderungspflege in einer stationären Einrichtung übernimmt die Pflegekasse die anfallenden Pflegekosten, nicht aber die Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Können Sie sich für einen gewissen Zeitraum nicht um die Pflege Ihres Angehörigen kümmern? Dann könnte das Beantragen von Verhinderungspflege eine Lösung für Sie sein.

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